Einkaufen Stuttgarter Aktionstage zur Hörgesundheit Gut zu hören bedeutet ein großes Stück Lebensqualität. Umso wichtiger ist es, schonend mit dem Gehör umzugehen, denn die meisten Hörschäden sind nicht reparabel.
Um Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen über die vielen verschiedenen Aspekte des Hörens zu informieren, hat die Kommunikationsabteilung der Landeshauptstadt Stuttgart die Gesundheitskampagne „Pscht – hör mal her!“ initiiert und organisiert. Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster übernommen.
Vor allem Jugendliche gefährden das wichtige Sinnesorgan Ohr schon in frühen Jahren durch zu lautes Musikhören. Aber auch Stress und der Lärm in unserer Umgebung belasten die Ohren. Im Alter lässt die Hörfähigkeit ohnehin nach, was für viele ältere Menschen große Schwierigkeiten mit sich bringt. Die Gesundheit unseres Gehörs ist also ein Thema, das alle angeht. Deshalb beteiligen sich viele Institutionen und Organisationen an der Aktionswoche. Mit dabei sind unter anderem die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Plastische Operationen des Klinikums Stuttgart, niedergelassene HNO-Ärzte, Hörgeräteakustiker, die Stuttgarter Jugendhaus gGmbH, das Landesgesundheitsamt, die Immenhoferschule, Selbsthilfegruppen wie der Verein der Gehörlosen und der Schwerhörigenverein Stuttgart, und viele andere mehr. Unterstützt wird die Aktionswoche von der DAK Unternehmen Leben.
Die Aktionswoche beginnt mit einem Tag der offenen Tür im Klinikum Stuttgart am Samstag, 12. Juni. In den Räumen der HNO-Klinik des Katharinenhospitals bieten Ärzte und Mitarbeiter von 11 bis 15 Uhr kostenlose Hörtests, Beratungsgespräche, Einblick in den Operationsbereich und viele Informationen rund um das Hören, Schwerhörigkeit und Behandlungsmöglichkeiten von Hörstörungen.
Höhepunkt der städtischen Kampagne sind die beiden Aktionstage im Stuttgarter Rathaus am Dienstag, 15., und Mittwoch, 16. Juni, mit zahlreichen Informationsständen, Vorträgen und Mitmachaktionen. Speziell geeignet für Schülerinnen und Schüler sind zum Beispiel die HNO-Praxis zum Anfassen, ein Erlebniszelt der Immenhoferschule mit Schall- und Hörexperimenten, Klangtische des Musikkünstlers Michael Bradke, an denen jeder selbst Musik und Töne erzeugen kann, sowie die Podiumsdiskussion mit Jugendlichen, Fachärzten, einem bekannten DJ und dem Stuttgarter Dirigenten Frieder Bernius am Dienstagabend.
Aber auch für Erwachsene beziehungsweise ältere Menschen, die sich für das Thema interessieren, vielleicht nicht mehr so gut hören oder unter einer Hörbehinderung leiden, hat die Veranstaltung einiges zu bieten. Sie können kostenlos ihr Gehör testen lassen, sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Hörgerätemarkt informieren und sich mit Betroffenen austauschen. Gelegenheit, Fachleute zu fragen, bietet auch ein Blog im Internet, der vom 15. bis zum 17. Juni unter www.stuttgart.de/hoeren geschaltet ist.
Alle Veranstaltungen sind kostenlos, Schrift- und Gebärdendolmetscher machen die Vorträge barrierefrei.