Tradition und Innovation – Stuttgart ist der Spagat gelungen. Als Geburtsort zahlreicher, weltweit bekannter Markenprodukte, aber auch als Heimat von Zukunftstechnologien und überdurchschnittlich vieler hochqualifizierter Fachkräfte gilt die Landeshauptstadt als attraktiver Wirtschaftsstandort. „Das Zusammenspiel beider Komponenten wird auch in Zukunft Basis und Garant für den wirtschaftlichen Erfolg der Metropolregion sein“, so Dr. Klaus Vogt, Leiter der Wirtschaftsförderung. So konnte sich auch der Stuttgarter Büromarkt trotz der schwierigen konjunkturellen Lage weiterhin gut behaupten, wie der heute von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers und der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart vorgestellte Büromarktbericht 2009/2010 belegt.
„Die Angebotsreserve ist in Stuttgart weiter gesunken – auf 435.000 Quadratmeter“, so Ulrich Nestel, Leiter Bürovermietung bei ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers. „Das entspricht bei einem Gesamtflächenbestand von 7,4 Millionen Quadratmetern einer Leerstandsquote von 6,12 Prozent. Vor allem in der City – innerhalb des Cityrings zwischen Hauptbahnhof, Theodor-Heuss-Straße, Hauptstädter Straße und Paulinenbrücke – hat sich das Flächenangebot merklich reduziert.“
Im bundesweiten Vergleich steht der Büromarkt in Stuttgart bestens da: Mit rund 171.000 Quadratmetern lag das Vermietungsvolumen 2009 nur rund fünf Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Das ist angesichts eines Rückgangs um etwa 27 Prozent in den sieben bedeutendsten Märkten, den Big Seven, als Erfolg zu verbuchen.
Während viele Cityrandlagen teilweise drastische Umsatzrückgänge einstecken mussten – besonders betroffen waren Leinfelden-Echterdingen, Feuerbach/Zuffenhausen und Fasanenhof – entwickelte sich die Innenstadt positiv und profitierte von großen Abschlüssen. Wichtige Impulse gaben dabei die Krankenkassen, die für die Restrukturierung ihrer Verwaltungsbereiche einen hohen Flächenbedarf hatten, und die öffentliche Hand mit der Entscheidung für den Neubau des Innenministeriums an der Willi-Brandt-Straße. Mit Stuttgart 21 bleibt der Büromarkt in der Innenstadt auch weiterhin in Bewegung und bietet Chancen für die Zukunft. „Für Investoren bieten die Bebauungspläne die Möglichkeit, in zentraler Lage vor allem große zusammenhängende Büroflächen anbieten zu können – eine Seltenheit in eng bebauten Großstädten und ein großer Vorteil für den Standort“, so Nestel.
Die Spitzenmieten hielten sich 2009 unverändert bei 18,00 Euro pro Quadratmeter. Erreicht wurden sie etwa in den Objekten Zeppelin Carré und City Plaza. Insgesamt lag der Schwerpunkt 2009 aber nicht auf Vermietungen in Topobjekten, sondern in Bestandsgebäuden. Deshalb sank die Durchschnittsmiete in der City um 0,90 Euro auf 13,60 Euro. Für den gesamten Stuttgarter Büromarkt lag sie bei 11,80 Euro. Damit blieb das Preisgefüge stabil. Am stärksten gefragt waren auch 2009 Flächen unter 500 Quadratmetern. Mit vier Verträgen über insgesamt ca. 39.200 Quadratmetern lief das vergangene Jahr aber auch im Bereich der großen Büroflächen über 5.000 Quadratmeter positiv. Hier wurden die Umsätze von 2007 und 2008 übertroffen.
„Insgesamt entspricht Stuttgart längst nicht mehr dem weit verbreiteten Bild einer Automotive-Stadt. Neben den traditionell starken Industriezweigen haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Unternehmen aus anderen Bereichen angesiedelt“, so Nestel. „Diese mehrdimensionale Ausrichtung macht den Wirtschaftsraum weniger krisenanfällig. So hat sich auch der Büromarkt trotz der konjunkturell schwierigen Lage in stabiler Verfassung gezeigt und wird sich nach unserer Einschätzung auch 2010 nicht eintrüben.“ Eine Vermietungsleistung zwischen 160.000 und 170.000 Quadratmetern erwarten die Experten von ELLWANGER & GEIGER. Mit der Fertigstellung einzelner Projekte wie dem Posto’S, dem Postquartier und dem Quadrat stehen zudem in diesem Jahr voraussichtlich wieder mehr hochwertige Flächen in der City zur Verfügung, so dass sich dort die Lage im Premium-Segment entspannen kann.
Den aktuellen Büromarktbericht können Sie sich unter folgendem Link herunterladen: www.stuttgart.de oder http://www.privatbank.de/de/bueromarktbericht_stuttgart.html.
Die Graphiken als Einzeldateien zum Download
‚Vermietungsleistung in Stuttgart und Teilmärkten’ (S.12) und ‚Vermietungsleistung Büroflächen Stuttgart’(S.12): www.echolot-pr.de/downloads/eug_bueromarkt_graphiken_teil1.zip
‚Branchenverteilung’ (S.13) und ‚Verträge nach Flächengrößen’ (S.16): www.echolot-pr.de/downloads/eug_bueromarkt_graphiken_teil2.zip
‚Fertigstellungsvolumen’ (S.15) und ‚Spitzen- und Durchschnittsmiete 2009’ (S.19): www.echolot-pr.de/downloads/eug_bueromarkt_graphiken_teil3.zip
‚Büromarktdaten’ (S.17) und ‚Büromarkt im Überblick’ (S.20): www.echolot-pr.de/downloads/eug_bueromarkt_graphiken_teil4.zip
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