In diesem Jahr war an besonders vielen Stuttgarter Schulen reger Baubetrieb zu beobachten. Zur Behebung des hohen Sanierungsstaus hatte der Gemeinderat ein mittelfristiges Finanzkonzept bewilligt. Mit den Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II des Bundes und den anderen bestehenden Sondersanierungsprogrammen können in diesem Jahr rund 70 Millionen Euro für die Sanierung der Schulen aufgewendet werden. So gingen in den Sommerferien insgesamt 91 Maßnahmen „auf Baustelle“.
Dies ist für die Schulgemeinden und die außerschulischen Nutzer erfreulich, aber für die Beteiligten und Betroffenen eine große Herausforderung. Der überwiegende Anteil der Baustellen konnte jedoch ordnungsgemäß abgewickelt werden. Insbesondere die lärmintensiven Arbeiten sind weitgehend abgeschlossen. In einzelnen Fällen müssen noch Restarbeiten in der Schulzeit erledigt werden.
Die Ursachen für die restlichen Verzögerungen und Probleme stehen in Zusammenhang mit dem aufwendigen Vergabeverfahren (Zuschlag muss rechtzeitig vor den Ferien erfolgen), Engpässen bei den ausführenden Fachfirmen (keine Gebote, zu teure Gebote, Firmen können den Zeitplan nicht einhalten), Problemen, die erst im Zusammenhang mit der Baumaßnahme entdeckt werden (Statik, Schadstoffe), mit nicht sachgerechter Ausführung durch die beauftragte Fachfirma sowie mit Personalengpässen in den städtischen Ämtern.
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