Stadtverwaltung
Aufruf zur Haus- und Straßensammlung für die Kriegsgräberfü
Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster ruft die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der diesjährigen Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu beteiligen.

Aufruf zur Haus- und Straßensammlung für die Kriegsgräberfürsorge

27.10.2010 Aktuelles
Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster ruft die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der diesjährigen Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu beteiligen.
“Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, seit 91 Jahren setzt sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für die Erhaltung und Pflege deutscher Kriegsgräber im Ausland ein. Damit erinnert der Volksbund jährlich an die Toten und ermahnt die Lebenden, sich für den Frieden zu engagieren. Insbesondere die aktuelle politische Lage in vielen Teilen der Welt zeigt uns deutlich, dass Frieden, wie wir ihn seit Jahrzehnten erleben dürfen, keine Selbstverständlichkeit ist. Deutsche Soldaten tragen durch ihren Einsatz außerhalb unseres Landes dazu bei, dass weltweit friedliche Koexistenzen aufgebaut und gesichert werden.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. sorgt im Auftrag der Bundesregierung für die etwa zwei Millionen deutschen Kriegsgräber der vergangenen Kriege im In- und Ausland in 45 Ländern. Er sucht nach Gräbern von Gefallenen und identifiziert Unbekannte. Der Volksbund versucht auch, die Hinterbliebenen zu ermitteln und hilft in allen Fragen der Kriegsgräberfürsorge. Die Arbeit an den Gräbern der Gefallenen vollzieht sich im Rahmen der Bestimmungen des humanitären Völkerrechts, auch “Genfer Konvention“ genannt. Kriegsgräber erinnern an das schwere Schicksal ganzer Generationen. Soldatenfriedhöfe sind moralische Orientierungspunkte für das Gewissen - sie sind Orte der Begegnung, der Verständigung und des Friedens. Seit der Wende 1989 konnten mehr als 540 Anlagen für über 500 000 Kriegstote neu geschaffen werden. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 30 000 Gefallene umgebettet.
Auch im vergangenen Sommer halfen junge Menschen aus Deutschland und aus vielen Ländern Europas - einschließlich Osteuropa - unsere Kriegsgräber im In- und Ausland zu pflegen. Diese Begegnungen und die Zusammenarbeit tragen zu freundschaftlichem und friedlichem Zusammenleben bei. Die Erziehung zu Toleranz und zum Frieden bedeuten für den Volksbund unverzichtbare Bestandteile seines Auftrages. Die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge steht unter dem Motto “Kriegsgräber: Mahnmale für den Frieden, gegen Gleichgültigkeit und Vergessen!“ Wir alle wissen, dass die umfangreichen Aufgaben erhebliche Mittel erfordern, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ohne weitere finanzielle Hilfe durch die Bevölkerung nicht aufbringen kann.
Ich bitte Sie deshalb herzlich, die Sorge um die Gräber unserer Kriegstoten sowie die Arbeit um Versöhnung und Frieden durch eine Spende bei der Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu unterstützen, die vom 1. bis zum 15. November durchgeführt wird. Auch wenn das Kriegsende nun schon über 60 Jahre zurückliegt, konnten noch nicht alle Toten auf Gemeinschaftsgrabanlagen bestattet werden. Deshalb ist Ihre Unterstützung auch heute noch sehr wichtig.

Die diesjährige Spendensammlung der Kriegsgräberfürsorge in Stuttgart wird am Mittwoch, 3. November, ab 12 Uhr auf dem Marktplatz stattfinden. Für dieses Jahr hat Ministerpräsident Stefan Mappus dankenswerterweise die Schirmherrschaft übernommen. Bürgermeisterin Dr. Susanne Eisenmann, der Landesvorsitzende des Volksbunds, Dr. Norbert Nothhelfer, der Erste Bezirksvorsitzende des Volksbunds, Regierungspräsident Johannes Schmalzl, General Manfred Hofmeyer sowie weitere Vertreter aus Politik und Bundeswehr werden die Sammlung eröffnen.
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[Stand: 29.10.2010, 16:49 Uhr]



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Quelle: Stadt Stuttgart / 00.00.0000

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